Freitag, 12. Dezember 2008

Folterkammer Blues (ohne ihren Hintern macht Christina keinen Spass)

"Die britische Menschenrechtsorganisation Reprieve, die sich international für die Belange Gefangener einsetzt, hat eine Liste mit den am häufigsten zu Folterzwecken missbrauchten Songs veröffentlicht."
Das ist doch mal eine interessante Meldung, dachte sich der Chefrocker, denn mir fallen auf Anhieb ein paar Sachen ein, mit denen man mich ohne weiteres Foltern könnte. Ich dachte zunächst, auf der Liste müssten eigentlich nur ultrabrutale Metalsongs draufstehen und habe erst mal darüber gelacht, denn damit könnte man mich nicht in den Wahnsinn treiben, ich kann auch auf nem Death Angel Konzert pennen, was ich natürlich nicht machen würde.

Wie dem auch sei die Sache ist schon durchaus Ernst zu nehmen, denn ich bin nicht der Meinung dass man Menschen, Musik, in ungebührlicher Lautstärke über langen Zeitraum auf zwingen darf. Das ist definitiv Folter und ich finde jeder Künstler egal ob Rocker oder nicht sollte sich dagegen verwehren in Guantanamo und anderswo für solche Zwecke zweckentfremdet zu werden. Hier mal ein Auszug aus der Liste.

• AC/DC - Hell's Bells
• Bee Gees - Stayin' Alive
• Britney Spears
• Bruce Springsteen - Born in the USA
• Christina Aguilera - Dirrty
• Deicide - Fuck Your God
• Drowning Pools - Bodies
• Eminem - Slim Shady
• Matchbox Twenty - Gold
• Metallica - Enter Sandman
• Nine Inch Nails - March of the Pigs
• Prince - Raspberry Beret
• Queen - We are The Champions
• Rage Against the Machine - Killing in the Name Of
• Red Hot Chilli Peppers
• Sesame Street - theme tune

Okay manches eignet sich bei mir auch unter 130dB zum Foltern z.B. Britney Spears und selbst die Bee Gees dürften nach dem 15. mal auf 130 dB nicht mehr lustig sein. Einen etwas kruden Humor schienen die Foltertypen teilweise schon zu haben, Bruce Springsteens - Born in the USA ist eigentlich ein Antikriegssong, aber wer hört schon auf den Text der Strophen, wenn man im Chorus schön "Born in the USA" mitgrölen kann? Ich denke trotzdem, dass gerade Bruce das nicht gut heissen würde. Mit AC/DC s Hell´s Bells könnte man mich jetzt nicht wirklich schocken, aber in meinem Fall würden sie warscheinlich Christina Aguilera nehmen, ohne Video, damit ich mir ihren Götterhintern nicht ansehen darf, sondern nur ihre furchtbare Musik hören muss ... ich gestehe ich bin ein COTVG "Christina Ohne Ton Video Gucker"!
Matchbox Twenty, fällt bei mir völlig aus, da hab ich sogar mal während eines Livekonzertes gepennt, das geht bei dem seichten Rock ganz leicht und die Sesamstrasse??? Whatever.

Aber mal ernsthaft es ist wirklich nicht lustig Musik so zu missbrauchen und deswegen gibts auch eine Pedition unter http://www.zerodb.org/ bei der man sich eintragen kann und wenn man möchte auch noch ein Video hochladen und die drei Minuten für einen guten Zweck kann man eigentlich mal aufbringen oder? Vor allem wenn man bedenkt, dass psychische Folter und darunter fällt die wochenlange ultralaute Beschallung, Schafentzuge etc. meistens weit lanfristigere und weitreichendere Schäden hinterlässt als physische. Wer sich etwas genauer über dieses Thema informieren will, das zugegebenerweise immer wieder mal von Zeit zu Zeit aufpopt, kann das hier tun in einem super ausführlichem Blogeintrag auf sibetrans, inklusive aller Quellen und Querverweise.

Zum Wochenende dann also noch kurz eine weitere Frage aus der Rubrik "Der Chefrocker fragt seine Leser" und damit wünsche ich euch auch gleich ein erholsames Wochenende:

Womit kann man euch schon unter Zimmerlautstärke Foltern?

der Chefrocker

wer Zeit hat, guckst du:

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Manchmal aber nur manchmal ...

Stehe ich auf blogs, die solche Nachrichten verbreiten, moment haben die nicht kürtzlich den Award für beste Live show bekommen? Normalerweise lässt mich der ubersttarkult of death from hell und so eher kalt und mir ist das egal was die Promijäger schreiben, aber das war doch zu köstlich, exclusiv auf Amerikas bekanntestem blog.

Sources reveal exclusively to PerezHilton.com that German "band" Tokio Hotel has been lipsynching and miming all of their performances in America.
The "band" has been playing a round of radio holiday shows recently, and according to multiple sources, the lead singer is not singing live and the band isn't even playing their instruments live.
Straight-up fakery!
Our source even provided us with the band's set list from one of the recent radio holiday shows, which indicates when to turn the mic back on for lead singer Bill Kaulitz to address the audience.
Pathetic!!!!!!

Das würde auch böse Rückkopplungen geben, wenn man Bill´s Mikro an lässt während das playback läuft. Übrigens sorry, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe ich wollt bloß sagen, ich bin wieder da.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Was mich interessieren würde ist ...

welche Bandnamen finden die Leute so am coolsten?

Da ich heute nicht viel Zeit habe lege ich einfach mal ein paar vor (völlig unabhängig davon ob ich die Band mag oder nicht) ...

- Nirvana (den Namen finde ich bis heute einfach nur gut)
- Stone Temple Pilots (klingt einfach cool)
- Soundgarden
- a perfekt circle
- blackmail

... was sind eure Favs?

Dienstag, 2. Dezember 2008

CC - lasst uns wieder Creativ sein aber diesmal mit C

Creativ Commons - jeder hat das schonmal gehört, aber was ist das eigentlich? Ich hatte schonmal einen Eintrag in dem ich z.B. über Raznor (NIN) gesprochen habe der sowas benutzt und wie sich die Plattenindustrie zu Grunde richtet etc., aber es geht ja auch anders.

"Japans alternative Politik mit Anime-Serien zeigt, dass es auch ohne die juristische Keule geht: Solange eine Serie nicht für den internationalen Markt lizenziert ist, werden die Verbreitung und insbesondere "Fan-Subbing" – selbstgemachte Untertitel von Fan-Gruppen – geduldet. Damit finden viele japanische Serien im Orginalzustand mit liebevoll gemachten Untertiteln ihren Weg aus Japan heraus – was sehr im Interesse der japanischen Studios ist.
Interessanterweise tolerieren japanische Studios auch die Pornographisierung ihrer Seriencharaktere. Disney hingegen reagiert äußerst allergisch auf jede Form der Sexualisierung einer Disney-Figur, die als "Marke" begriffen wird."

berichtete Heise in einem brilliant recherchiertem Artikel bereits im letzten Jahr, und auch die Lösungen für die Musikindustrie wurden angedeutet, aber wer ist dieser CC?
Na kommt schon wir haben doch schon immer gewusst, dass da mehr läuft zwischen Mickey und Minnie.

Die Creative-Commons-Lizenz (CC) ist eine Möglichkeit für Musikproduzierende (oder allgemein Kontentschaffende) Menschen ich nenne sie hier der Übersicht halber mal Musiker, wobei Filmemacher etc. genauso dazu gehören, sich ihre eigenen Formen der Veröffentlichung zu erschaffen.
Die Creative-Commons-Lizenz erlaubt einem das passende Lizenzieren von Songs und bleibt dabei ziemlich flexibel und auch einfach. Dazu gibt es verschiedene Varianten der CC, die jeweils in Formulierung und Wortwahl an nationale Rechtsprechung angepasst sind.
Unter creativecommons.org kann man sich seine Lizenz zusammen klickern, und unter folgenden Bedingungen auswählen:


  • Keinerlei Bedingungen (Public Domain Dedication) Jeder darf alles damit machen!

  • Verteilen, kopieren, verändern, kommerziell nutzen mit Nennung des ursprünglichen Autors (CC-Bezeichnung: Attribution, kurz by)

  • Verteilen, kopieren, verändern, kommerziell nutzen mit Nennung des ursprünglichen Autors, aber mit der Pflicht, die gleiche Lizenz zu wählen (GPL-ähnlich; Attribution Share Alike, by-sa)

  • Verteilen, kopieren, verändern, aber keine kommerzielle Nutzung mit Nennung des Autors (Attribution Non-commercial, by-nc)

  • Kopieren, aber nicht verändern mit Nennung des Autors (Attribution No Derivatives, by-nd)

Was man nicht ausschließen kann, ist die Erlaubnis zum Kopieren und Weiterverteilen, denn genau deswegen wurde die CC ja geschaffen. Aber was haben z.B Musiker davon? Na ja es gibt da so ein paar Geschäftsideen, z.B. Jamendo, das kennen wir bereits, ein Riesenportal auf dem ich mir tonnenweise Musik umsonst runterladen kann nach Genre sortiert etc. abgesehen davon kann man auch mal blogs wie Gratisvibes besuchen und sich dort die neuesten Trends der umsonst Musik besorgen und wenn man will auch die Künstler direkt ansurfen und unterstützen.
Ich weiss, ich weiss, die meisten dieser CDs, Bands, Musiker kommen Qualitativ nicht annähernd an das neue AC/DC Album hin, vom Kultstatus von Bands wie Machine Head oder Metallica mal abgesehen. Wer den Artikel über recording gelesen hat, kann sich vielleicht auch vorstellen warum. Diejenigen, die sich nicht den Luxus leisten können 8 Stunden am Tag nichts anders zu machen als Musik und auch nicht entsprechende Studios mit dem entsprechenden Know how zur Verfügung haben, müssen halt oftmals kleinere Brötchen backen. Aber, im Fahrtwasser von CC ensteht auch etwas neues und wie ich finde richtig spannendes.
Es entstehen Portale/labels wie Magnatune die die Hälfte (jawohl Universal,Warner,Sony, Emi hört ihr? 50%!!!) an ihre Musiker weitergeben und downloads zu fairen Preisen Anbieten, doch auch diese, sind in letzer Zeit gezwungen ihr Geschäftsmodell trotz CC etc. an zu passen, da die Leute keine Lust mehr haben alles down zu loaden und für jeden download extra zu bezahlen und da, wie im Artikel Demonbaby´s schon angedeutet Musik Massenware wird, gibts dort jetzt auch Flatrates bei denen für relativ wenig Geld alles gehört, geladen und entsprechend der Lizenz verarbeitet und verbreitet werden kann. Die Musiker bekommen Anteilsmässig je nachdem wie oft sie gehört wurden oder gedownloaded wurden das Geld aus den Einnahmen und zwar auch 50%, das ist doch mal schnell, kreativ und fair auf den Markt reagiert. Man kann bloß hoffen, dass sich solche Modelle durchsetzen und in Zukunft mehr Musiker von ihrem tun Leben können.
Wie z.B. diese gentlemen, die live absolut überzeugend waren und auf einem reinen Netlabel umsonst erhältlich sind. Übrigens ich habe mir deren Cd nach dem Gig freiwillig gekauft, ich wollte, dass die was verdienen.

Aber ausser den Netlabels, die gar nicht anders können als ihre Bands fair zu behandeln, weil CC ja keinem ein Exklusivrecht gibt und die Distributionsrechte auch beim Künstler bleiben, gibt es noch andere schnuckelige Sachen, die CC möglich gemacht hat z.B. www.freesound.org.
Wo früher Tagelang für das Intro oder die Zwischensequenzen nach dem richtigen Soundschnippsel gesucht wurde gibt es jetzt riesige Datenbanken für Sounds im Web, alles frei alles zur Verbastelung bereit mit passendem Forum wo man sich mit anderen Bastlern austauschen kann und das ist wirklich mal ein großer Fortschritt auch für Indipendent Filmemacher usw.

Genauso wie Musopen, wo klassische Musik gespielt und frei veröffentlicht wird (da es bei Werken älter als 70 Jahre sowieso nur das recht auf das "einspielen" gibt).
Die Qualität der unter CC veröffentlichten Werke wird indes immer besser, es können wesentlich mehr Leute davon Leben, es entsteht mehr, die Vielfalt vergrößert sich, die meisten sind zwar noch keine AC/DCs oder bauen Blockbuster a la Hollywood, aber es wird fairer und angemessener und "an Elephants dream" beweist eindrucksvollst, was man mit freier Software und unter CC alles so anstellen kann, und wir stehen ja erst am Anfang,

danke für die Aufmerksamkeit, ich weiss es ist ein zähes Thema,

der Chefrocker




gibts auch in noch besserer Qualität zum download .. .

Freitag, 28. November 2008

Produktionsmittel vs. Professionalität vs. dieLiebezumDetail vs. Emotion vs. Erfahrung vs. know how vs. ... kurz gesagt, Recording!

Aufnahmen, sie konservieren Songs für die Ewigkeit, verbreiten Musik, lassen die Stimmen von Toten wieder auf erstehen und sind eine gute Ausrede wenn man sich vor anderen Leuten rechtfertigen muss, warum man so viel Zeit in Proberäumen verbringt.
Ja, es gibt riesige Studios in denen ein Tag locker so viel Geld kostet wie das Monatsgehalt eines Angestellten, in denen Equipment herumsteht, das soviel Wert ist, dass man sich davon locker einen Ferrari oder zwei rauslassen könnte. Das Problem ist, diese Produktionsmittel sind meistens auch in den Händen von Pro´s, die diese durchaus auch bisweilen benötigen. Jedoch stellen Pros ihr Equipment nur demjenigen zur Verfügung, der genügend Geld mitbringt oder wenn man mit demjenigen einen Vertrag hat der einen dazu berechtigt den Künstler hinterher aus zu nehmen.
Homrecording blüht und know how auf dem low cost Sektor ist gefragt wie noch nie. Such mal bei youtube nach Homerecording.
Die Frage die sich einem stellt ist daher, ob man solche Sachen auch günstiger machen kann, warum klingen manche Sachen einfach so geil und warum klingt es so shice wenn ich Sound über ein sure SM58 über ein Mischpult blank, ohne ein bisschen Hall in einen Rechner "reinballere"?

Die Antwort ist, es gibt keine einheitliche Lösung und darüber zu streiten welches Programm und welcher Rechner nun, und überhaupt welches Mikro etc. etc. hat keinen Sinn.
Denn es gibt Aufnahmen die wurden in Wohnzimmern gemacht und klingen weit besser als manches professionelle andere Gedöns und es gibt Aufnahmen aus riesigen Studios die seelenlos oder auch einfach nur schlecht sind. Die einzige und meiner Meinung nach beste Art sich dem Thema an zu nehmen ist, es selbst zu versuchen und so viel wie möglich damit zu experimentieren, natürlich wird man einen Unterschied feststellen ob man ein Großmembranröhrenmikro für 5000€ oder ein sure sm58 verwendet, allerdings gibt es auch im Preisbereich eines sure Mikros Kondensatormikros die sich zum Aufnehmen eignen. Ausserdem verleiht ein sm58 über einen Verzerrer und durch einen Kompressor gejagt, dir vielleicht genau den Sound, den deine Metalcombo braucht.
Gesang z.B. ist meiner Meinung nach sowieso zu 70% Emotionssache, wenn ich einen harten Metalsong einsinge, würde ich dabei nicht gerade an eine Blümchenwiese denken. Umgekehrt singt man mit einer halben Flasche Wein intus vielleicht auch gefühlvoller den Lovesong.
Wichtig ist, dass man sich dabei wohl fühlt, warum sonst glaubt ihr sind die Gesangsaufnahmen für so Songs wie Kaiser Chiefs - Oh my God, oder das komplette Album Burn my Eyes von Machine Head in den Wohnzimmern der jeweiligen Sänger entstanden. Daftpunks - Homework ist komplett bei denen zu Hause entstanden und hat sich "nur" knapp 2,5 Millionen mal verkauft.
Und das was für den Gesang gilt gilt überall im homerecording, man muss mit seinem Equipment klar kommen und sich damit wohl fühlen. Und man sollte versuchen immer ein Maximum aus allem was einem zur Verfügung steht raus zu holen, und in diesem Bereich ist es genau als ob man ein Instrument lernt, Erfahrung schlägt Equipment, denn wer nicht z.B. nicht Gitarre spielen kann, der kann auch auf einer PRS Custom die an einem Diezel Amp hängt nicht spielen, wohingegen ein Billy Corgan auf einer pinken Billiggitarre Welthits geschrieben und auch gespielt hat.
Ich bin heute Morgen gefragt worden, wie ich da vorgehe wenn ich an Songs arbeite, und ich muss sagen, da das Thema recording für mich auch ziemlich neu ist (zumindest als derjenige der selbst am Regler dreht). Ich hab keine Ahnung ich mach einfach und versuch das Beste raus zu holen und jeden Tag zu lernen, zu gucken wie andere das machen und aus zu probieren, kurz sich einfach damit beschäftigen, dann sollte auch von all dem was in der Überschrift drin ist was dabei sein.

Schließlich lernt man Gitarre spielen auch nicht ohne das Ding mal in die Hand zu nehmen, oder?
Infos gibts genug und auch das equipment wird immer günstiger und besser ich glaube daher die Kunst ist eher brauchbares von nicht brauchbarem zu trennen und das für sich raus zu suchen, was für einen selbst funktioniert, also dann, frohes schaffen!


Freitag, 14. November 2008

unknown heroes - Richard Patrick

Zum Wochenende nochmal einen unkown hero, wir hatten in dieser Kategorie schon länger keinen mehr. So ganz unknown ist er wie immer nicht, man muss sich den Heldenstatus schließlich auch irgendwie verdienen.
Richard Patrick ist nicht nur eine Zeitlang der Tourgitarrist von Trent Reznor bei NIN gewesen sondern er ist auch der Gründer/Sänger der Band Filter, die mit ihrem tonnenschweren Industrialrock den Weg für so viele Bands wie Korn, Limp Bizkit, Manson etc. geebnet haben. Gut, manche sind auch der Meinung man sollte Patrick dafür verkloppen. Aber mal ehrlich wir kennen alle mehr Filter Songs als uns lieb ist, zumindest die, die auch schon mal Akte X gesehen haben oder Underworld. Was aber macht Patrick so besonders, dass sein Bruder Robert Schauspieler ist, der unter anderem auch in Terminator 2 mitwirkte? Wohl kaum!

Auch seine Zwillingsschwester, mit dem seltsamen Namen Cheri würde ihn nicht in diese Kategorie bringen, es sind vielmehr eine Vielzahl von kleinen Dingen, die kleinen mutigen Dinge wie z.B. Kontroversen aus zu lösen indem man einen Song namens "hey man nice shot" schreibt kurz nachdem sich Bud Dwyer in aller Öffentlichkeit und auch Curt Cobain selbst gerichtet hatten.
Es ist das Vergnügen in seinen Balladen nach 5 Jahren immer noch neue Sachen raus zu hören, z.B. verzerrte Gitarren in "take a picture" die in den Hintergrund einer Akkustikgitarre gesmischt werden und die Tatsache, dass diese Songs meiner Generation so viel Vorlauf auf alles was da kommen würde gegeben haben.
Oder vielleicht ist es auch die Tatsache, dass Bands wie Korn und Konsorten ihn immer noch als einen wichtigen Einfluß sehen und mal eben Filter Songs mit ihm am Mikrofon als zugabe Brettern, nur weil er zufällig in der Stadt ist?



Ich denke es ist alles das und noch vieles mehr und ich werde mir die Tage mal Zeit nehmen sein neues Projekt näher zu untersuchen, Army of everyone.

Aber weils so schön ist, noch nen Filter Song ... und ein schönes Wochenende!




Der Chefrocker

Mittwoch, 12. November 2008

skewrl is screwed by chinese demoracy! Maybe a conspiracy can help?

Ich will euch heute eine kleine Geschichte erzählen, die ich schon seit August so am Rande verfolge, es geht dabei um einen jungen Herrn Namens Kevin "Skerwl" Cogill, dessen Kommentare und Beiträge auf Antiquiet mich immer wieder erfreuen.
Endlich mal eine website, die unabhängig von anderen Medien über Musik berichtet und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Skwerl ist dabei manchmal ein richtiges Arschloch aber ich bin trotzdem immer um jeden froh, der wenn er schreibt, nicht den Medien alles nachplappert. Ausserdem hat er einen sehr exklusiven und wie ich finde exzellenten Musikgeschmack.

In der Rolling Stones wird er seit Monaten erwähnt, aber nicht weil er ein tolles Album gemacht hätte oder eine besonders tolle Rezension geschrieben, nein, dort nennt man ihn nur den Chinese Democracy leaker!

Was war passiert? Skerwl hatte von unbekannten ein file mit 9 Songs des Chinese Democracy Albums von Guns n Roses zugeschickt bekommen. Und tat, was Blogger eben so tun, stellte sie auf seinen Blog (wohlgemerkt nur zum Anhören nicht zum Download). Tja und nachdem die website vor lauter traffic kurz mal zusammengebrochen war, stand auch schon kurze Zeit später das FBI vor seiner Tür und seit dem, schlägt sich Kevin mit den Folgen rum.

Ihm drohen Momentan bis zu 5 Jahren Haft und gestern hat er sich schuldig bekannt um die mögliche Haftstrafe auf ein Jahr runter zu drücken. Jetzt bin ich durchaus Zwiegespalten, ich mag Kevins Art zu schreiben und ich finde es auch okay, wenn er auf seiner Seite ab und an mal einige Hörproben von kommenden Alben hochstellt, aber ich kann auch Herrn Rose verstehen, der pissed ist, dass "unfertiges" Material im Netz rumgeistert.

Was soll man da machen? Ehrlich gesagt ich weiss es nicht, aber der ganze Prozess, das Gestreite, die trotzdem sehr positive Kritik, die das Album fairerweise von Kevin bekam, hätten auch einen Souveräneren Umgang seitens aller beteiligten zu gelassen. Letzten Endes war das Album dadurch ständig in der Presse präsent, wenn auch nicht so wie warscheinlich geplant und auch ein Herr Rose könnte da mal beide Augen zu drücken. Zumal es sich ja nicht um ein torrentfile des ganzen Albums handelte, das Skerwl mit bösartiger Absicht in Umlauf gebracht hatte, sondern nur um ein paar prelistenings. Warscheinlich muss das in den Staaten einfach so laufen, dass jeder jeden verklagt.

Jedenfalls freuen sich Skewrl und ich schon wie kleine Kinder auf das neue Album der "International Noise Conspiracy", dass am 14. November (25. November in den USA) erscheint und bei Antiquiet gibts auch schon wieder einen Song des neuen Albums, denn Kevin ist zufälligerweise schon wieder eine Vorabversion in die Hände gefallen.
Nur mit dem Unterschied, dass die Schweden anscheinend viel relaxter mit sowas umgehen, ich glaube Dennis Lyxzen (refused, International noise conspiracy) würde einen nicht mal verpfeifen, wenn er einen dabei erwischt, wie man seine Alben im Laden klaut, deswegen auch der Aufruf von Kevin, "steal this album".
Dennis steht zu dem was er sagt, wenn er singt Capitalism stole my virginity! Interessanterweise haben sich TINC dieses mal Rick Rubin als Produzenten an Bord geholt, ich will ja nicht unken aber das war auch das Ende von "At the drive in".

Jedenfalls könnte sich Axl Rose von dieser großartigen Combo in Sachen Entspanntheit mal ein Stück abschneiden, denn die verklagen Kevin mit Sicherheit nicht. Die Konsequenz für mich jedenfalls wird sein, das neue Album "the cross of my calling" von International noise conspiracy wird auf jeden Fall gekauft. Das kann man auch guten Gewissens tun, denn Vagrant Records ist noch eines der wenigen unabhängigen, "netten" Lables, mit schicken Bands wie "thrice", "Alexisonfire" oder den "Eels". Wohingegen ich mir jetzt nicht vorstellen kann, die "Chinese Democracy" von Guns n Roses noch käuflich zu erwerben , auch wenn Kevin das Album auch nicht schlecht findet und sich unser Musikgeschmack oft deckt.

What have you learned Axl Rose? What have you learned Universal?

Dienstag, 11. November 2008

Warum in die Ferne schweifen ...

wenn das Gute liegt so nah. Wenn ich mir diese lächerlichen MTV Awards ansehe und was da als deutscher Export so mitgeliefert wird, da möchte ich kotzen und ich glaube auch, dass die Schweizer und Österreicher weit bessere Bands haben als bisher angenommen. Ich kann für die Schweizer und Österreicher Szene nicht wirklich sprechen, deswegen mache ich heute mal bei der Listenlästerei eine eigene Liste und zwar die, der meist unterschätzten Bands aus Deutschland, man merke, die müssen nicht unbedingt deutsch singen, und nein da sind keine Ärtze, Rammstein oder sowas in der Art dabei, denn die würde ich nicht als unterschätzt bewerten ;)und die ganze deutsche Popwelle von wegen Tocotronic, Tomte etc. und das ganze Hamburger Schule Zeug, lass ich auch mal ganz bewusst weg, denn die meisten von denen halte ich für überbewertet oder es passt, sie sind genau da, wo sie hin gehören.

Also hier mal die Top 5:

Platz Nummer 5, eine Band auf die ich schon zu Zeiten von 48/49 also so Mitte/Ende der neunziger aufmerksam wurde, die nach 9 Jahren Schufterei mit der Erwähnung in einem Ärzte Song quasi geadelt wurden und langsam endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Nicht mehr so total unterschätzt wie einst und live immer eine Macht, die beatsteaks!



okay zugegeben so unterschätzt sind die wirklich nicht mehr, aber ich denke sie sollten international laufen. Meiner Meinung nach in einer Reihe mit Bands wie den Foo fighters oder Green Day.

Platz Nummer 4 ist eine Band, an die ich immer denken muss, wenn ich so Sachen wie Killswitch Engage höre, denn in Sachen Metalcore brauchen wir in Deutschland wirklich nicht zu geizen, da könnte ich aus dem Stegreif 5-6 Bands aufzählen die in diese Kategorie fallen, Bands die astreinste Prügelmucke produzieren und nie die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben, da wären Acts wie Heaven shall burn, Crosscut oder Deacon die sich in keinster Weise vor der Konkurenz verstecken müssen ... aber meistens denke ich an Caliban, wenn mir wieder einfällt, dass wir doch mit die härtesten Bands der Welt in der Bundesrepublik haben.



wie gesagt die Liste erhält keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur die Meinung des Verfassers wieder, ihr könnt gerne euren Senf dazu abgeben.


PLatz 3 geht an "The Notwist" inklusive sämtlicher Nebenprojekte, wie z.B. 13&God und alles was Console, der Herr der IndieRockElektroAvantgarde Deutschlands sonst noch anfasst, es klingt alles geil! Es ist so Musik die sich nach einem ruhigen Abend bei einem Glas Wein mit Freunden anfühlt, ich liebe diese Band und dabei haben sie mal mit Metal und Punk angefangen und waren z.B. mit Therapy? oder Bad Religion auf Tour. Interessanterweise gibt es nichts, was wirklich vergleichbar klingt und diese Jungs sind auch in Amiland im Indieuntergrund bekannt wie die bunten Hunde. Sagte ich Jungs? Na ja die etwas betagteren Herren hatten ihren wirklichen Durchbruch erst weit jenseits der 30 und sind mittlerweile jenseits der 40, vielleicht ist das auch der Grund, warum ihre Musik so abgeklärt wirkt. Vergleichbar sind sie wenn überhaupt nur mit Acts wie Björk oder Radiohead und sollten aber meiner Meinung nach auch auf diesem Level operieren, live sind sie absolut verzaubernd und somit eine der unterschätztesten Bands aus Bayern, Weilheim in Oberbayern, um genau zu sein.



ich würde euch jetzt noch gerne 13&God ans Herz legen, aber das passt dann nicht mehr ganz in diese Kategorie, den dort arbeiten die Oberbayern mit themselves aus NY zusammen, wer das mal live sehen durfte, vergißt das nie wieder.

Platz Numero 2 geht an eine andere bayrische Combo und nein das liegt nicht daran, dass der Sänger zufällig an der selben Schule wie der Chefrocker war und auch nicht daran, dass er diese Nasen persönlich kennt und blah, mal ganz ohne Bestechungsbonus, diese Jungs kämpfen sich schon seit Jahren durchs Business und waren auch schon mal wesentlich dicker unterwegs, haben aber meiner Meinung nach mit den letzten drei Alben "Porcelain", "the southern comfort" und "the black path" gezeigt, dass sie mehr können als nur new metal Gedresche und der Hype der 01/02 um diese Band gemacht wurde, hat ihnen, meiner Meinung nach, nur geschadet. Zu unrecht als reine New Metal gehypte 4Lyn Kopie verschrien, denn solche Combos wie 4Lyn oder HBlockx haben sie aus meiner Sicht schon lange hinter sich gelassen, erwachsen düster, hart und brilliant kommen die neuen Songs der Emil Bulls daher und trotz des immer noch beschissenen Namens (und jetzt werden diejenigen unter euch die mich kennen schlucken) nenne ich sie gerne in einem Atemzug mit z.B. den Deftones.



ja ich finde die wirklich gut und unterschätzt sind sie allemal.

PLatz 1 in der Kategorie, meist unterschätzte Band Deutschlands, laut Meinung der guitarrockblog Redaktion ist jedoch eine andere Band. Man muss deren Alben ungefähr 17,4 mal hören, bis sie sich einem völlig erschließen. Die Jungs kommen aus Koblenz und es wundert kaum, dass selbst deren Nebenprojekte wie scumbucket innerhalb kürzester Zeit von sich reden machen. In Japan sind sie übrigens weit erfolgreicher als hier, auch wenn die diesjährige Festivalsaison für diese Buben wesentlich besser lief als die Jahre zuvor, man darf auf größere Bühnen, bekommt bessere Positionen und trotzdem touren diese Knaben immer noch auf den kleinen Clubbühnen wie z.B. demnächst in der Regensburger Mälze. Ich kann mich erinnern sie vor 30 Leuten in einem Miniclub gesehen zu haben, und in meinem Kopf ging das etwa so: "Scheiße hab ich ein Glück heute hier zu sein, ich werde die nieeeeeeee wieder in einem so exklusivem kleinen Rahmen sehen". Die Rede ist natürlich von Blackmail. Interessant ist übrigens, dass sie ein Angebot von Virgin zunächst abgelehnt haben, da ihnen das Major keine künstlerische Freiheit zugesagt hatte, mittlerweile sind sie zwar auch auf Warner aber Gott sei Dank zu besseren Bedingungen. Eine Entscheidung die Mut verlangte, die sich hoffentlich auszahlt, musikalisch auf einem Level mit Muse, Rival Schools, Queens of the stoneage etc. etc. sie haben von allem etwas sind aber trotzdem Eigenständig ohne irgendwen zu imitieren und dem Trend der "the bands" hinterher zu laufen, zweifellos eine der besten Bands in Deutschland, nur wissen es noch zu wenige.



wird sich aber bald ändern.

Montag, 10. November 2008

what would Ray Cokes do /oder/ is MTV Dead?

Ray Cokes, die etwas älteren unter euch werden ihn noch kennen, ist heute eine Legende. Einer der erstem MTV Moderatoren an dessen Lippen meine Generation jeden Tag hing, als es zu den "Most wanted" Videos ging. Dieser Mann hatte noch Witz und esprit. Weit weniger witzig hingegen ist, was gerade mit MTV und Viva passiert. Es ist jetzt nicht wirklich überraschend, dass Viacom (die übrigens seit kurzem auch bei VIVA die Aktienmehrheit haben und dort ebenso Leute entlassen) immer mehr die Landeseigenen Produktionen zurück fahren und sie durch ätzende Datingshows und anderen Blödsinn ersetzten, die MTV News werden kurzerhand mal eben gecancelled und ganze Redaktionsteams entlassen. Wer braucht schon News aus der deutschen Musikszene auf einem Musiksender, wenn er dafür "A shot at love with Tila Tequila haben kann" wo eine wildgewordene Bisexuelle potentielle Bettgefährten castet, mal ehrlich wen interessiert das? Das Geschäft mit dummdreisten Klingeltönen läuft auch nicht mehr so gut und "folgerichtig" versucht man mit Entlassungen und Kürzungen das ohnehin schon billige Programm auch noch kostengünstig zu machen und macht es damit nur noch armseeliger.
Ray Cokes wurde kürzlich zum Sterben von MTV befragt, dass schon seit einiger Zeit in den Medien beschworen wird und er meinte, das sich MTV kaputt optimiert hätte (mit dieser Meinung steht er auch nicht alleine da), es ist nicht mehr die Rebellion die es mal war und das, was einst MTV für die Jugendkultur war, spielt sich jetzt im Internet ab und da hat MTV (wie auch die großen Labels) den Anschluß verloren.

Da nützt es auch nicht Problogger und Klatschtante Perez Hilton, die EMAs moderieren zu lassen, wenn man am selben Tag etliche Kündigungen für kreative Köpfe ausspricht, die noch die einzigen Sendungen gemacht haben, die ich nicht bei Youtube sehen konnte, den dort finde ich keine klasse Interviews wie jüngst von Kafka und Farin Urlaub (Rockzone soll demnächst auch gestrichen werden bzw. zur reinen Clipshow degradiert, und dabei ist das sowieso nur eine Stunde in der Woche).
Den kläglichen Versuch mit Best Show ever ein Format zu generieren, bei dem eigenener Content mit eingebracht werden kann ist zu zaghaft und läuft vormittags zu einer Zeit wo die meisten Arbeiten oder in der Schule sind, zu kurz gedacht, wenn man mich fragt.
Der Mut ist auf der Strecke geblieben und folgerichtig hat das klassische MTV Publikum sich auch abgewendet.
Das was Ray Cokes meinte, als er neulich auf Polylux sagte, dass sich Musikrebellion aufs Netz verlagert hat sind Portale wie ligx.de die live Konzerte live übertragen und auch speichern, so dass ich mir z.B. 3 Konzerte meiner Lieblingsbands hintereinander ansehen kann, ohne Werbeunterbrechung. Bisher sind das zwar nur relativ kleine Bands aber was dort passieren wird ist ab zu sehen, ich habe das Portal noch nicht getestet aber angeblich soll man dort auch eigenen content hochladen können und die Jungs haben ein Team, dass sie auf Konzerten vorbeischicken, um diese auf zu zeichnen. Die logische Konsequenz aus meiner Sicht wären z.B. Umfragen unter den Nutzern welche Konzerte sie am liebsten sehen wollen etc. etc. oder z.B. Kyte.tv auf denen man unter vielen Channels das aussuchen kann, was man wirklich sehen will und wann man etwas sehen will. Ganz zu schweigen von den unzähligen hör was du willst portalen (hier wurde bereits über einge davon berichtet) , oder der creative commons Gemeinde, die auch immer mehr an Fahrt aufnimmt.

Die Pussycat Dolls z.B. nahmen die Probe für Die MTV Awards auf und zeigten sie auf Kyte.tv, man kann also wieder mal sagen, das web war schneller und interessanter (wer würde nicht gerne seiner Lieblingsband mal beim Proben zu sehen?).
Nichtsdestotrotz hätte gerade MTV das größte Potential die Webwelt hinsichtlich der Musikvideogewohnheiten der Konsumenten auf zu mischen und zu gestalten. Die Frage dabei ist, werden sie über ihren eigenen Schatten springen können und die kreativen redaktionellen Köpfe benutzten um Webcontent zu erschaffen, der seines gleichen sucht oder wie die Dinosaurier sterben, weil sie es nicht verstehen sich an zu passen und wie ligx auf eine kreative Weise interessante Inhalte zum Thema Musik zu bieten.
MTV Rookie ist da auch wieder so ein Ansatz, den ich grundsätzlich gut finde, aber auch hier wieder, zu inkonsequent, zu sehr an die Industrie angebiedert (ich mein der Hauptpreis ist ein Plattendeal, huhu was wir davon zu halten haben wissen wir, lebenslang auf Pump einer Plattenfirma leben) und zu einfältig. Wie wärs mit der Heavy Rotation als Gewinn? Da wäre ich als Musiker eher scharf drauf und ausserdem ist dieses Format zu sehr wie die unzähligen anderen Castingshows, die uns eh schon den letzten Nerv rauben, wo ist da der "unique selling point"? Richtig, den gibt es nicht.

Ich hätte da schon ein paar Ideen wie man Musikfernsehen, der Zukunft gestalten könnte aber ich hätte auch Ideen, wie man die Musikindustrie anders gestalten könnte. Der Punkt ist nur, dass es mittlerweile anscheinend viel zu viele graue Betonköpfe in den Chefetagen bei den Großen gibt, die nicht wirklich an Innovation, sondern nur an Marktanteilen interessiert sind, ich frage mich oft, ob diese Leute noch wissen was ihre eigenen Kinder hören und wie man Musik heutzutage konsumiert. Ob sie wissen, dass die Millionen in Deutschland, die jährlich auf Rockfestivals pilgern unisolo MTV höchstens nur noch aus langeweile oder die eine Stunde in der Woche gucken und generell Musiksendern ein sehr schlechtes Urteil ausstellen?
Sollte MTV wirklich interesse an frischen Ideen haben, können sie sich gerne mal bei mir melden ;) oder sich einfach mal ein bisschen Umsehen, wie das Web so funtioniert, wenn sie sich sogar von MeinVZ ausstechen lassen müssen, die demnächst auch Konzerte bringen wollen oder myspace auf denen neue Musikfuntionen eingebaut werden, dann muss ich sagen ... Jungs ihr habt die Zeichen der Zeit verpennt, schade um euer Potential es verpufft gerade in halbherzigen Ansätzen.
Es hat einen Grund, warum last Fm erfolgreich ist und Leute Abende lang auf youtube von einem Video zum andern surfen, denkt mal darüber nach. Als ich versucht habe auf der MTV Website ein Interview mit Serj Tankian an zu schauen oder überhaupt irgendein video, bekam ich nur die Meldung, dass das Video im Moment nicht verfügbar wäre, not available sind auch frische Ideen, man muss sich wirklich fragen ob die Entscheider dort noch in irgend einer Weise mit der Realität verbunden sind, wenn von 10 Kommentaren über die EMAs auf der eigenen Website, 8 ungefähr dem entsprechen, was ich am Freitag darüber geschrieben habe.

Auszüge gefällig?

"PEINLICH
Hoffentlich fällt die show nächstes Jahr den Sparmaßnahmen zum Opfer."

"PEINLICH LÄCHERLICH UND DUMM!!!!
Eigentlich hab mich auf die EMA'S dieses Jahr gefreut, aber dann: Ich hab nie so was peinliches und lächerliches gesehen!! Eine Beleidung für die ganze Musik-Welt!!! "

"Es is echt ne Frechheit das Mtv diese Sendung noch EUROPE music award nennt. 90 % der Leute die dort waren sind Amis die ihr Image mal wieder aufpolieren müssen."

"einerseits ... andererseits
es war schade, dass so grandiose auftritte wie der von "the killers" durch so lächerliche und unverdiente auszeichnungen wie die, die britney gewonnen hat entwertet wurden. wenn man sie aber nominiert, muss man auch damit rechnen, dass sie gewinnt. genug fans hat sie ja schliesslich. ausserdem sollte man mal darüber nachdenken awards nur an leute zu vergebn, die auch wirklich bereit sind diese persönlich entgegenzunehmen. da sieht man doch was solchen "stars" die so heiss geliebten fans wert sind"

"Was war denn man das???
Die Show war wie letztes Jahr und das Jahr davor mal wieder langweilig ... Da waren ja die VMA's noch aufregender dieses Jahr und die waren auch nich der Renner ,,, Hat alles irgendwie die letzten Jahre ganz schön nachgelassen ..."

MTV, what have you learned? Offensichtlich nichts, und auch, wenn ich persönlich die Gossipschlampe Perez nicht mag, er hat recht, wenn er sagt "hier im Netz spielen wir nach anderen Regeln." Ich z.B bin immer noch auf der Suche nach einem personal music video Channel und ich könnte mir noch so einige leckere Funktionen ausdenken, die den Suchtfaktor um 150% nach oben schieben, in diesem Sinne, schönen Gruß der Chefrocker.

Freitag, 7. November 2008

Selbstbeweihräucherung Teil 2

Nach den MTV Musik Awards in den Staaten, jetzt der zweite Teil der Farce in Europa und auch wenn man "abstimmen" konnte, was ich auch getan habe, wird in verschiedenen Foren trotzdem immer wieder der Vorwurf der Manipulation laut, können Tokyo Hotel wirklich Metallica schlagen?
Ich denke nein und ja v.a. nein, wenn es um solche Belange wie beste Live Band geht!

Seien wir mal ehrlich, jeder der mal eine Gitarre in der Hand hatte und zu Zeiten des schwarzen Albums von Metallica schon nachvollziehbar lange auf der Welt war und jeder der schon mal eine 3 Stunden show von Metallica und eine show von Tokyo Hotel gesehen hat, sagt ganz klar "sorry Tokyo Hotel aber das ist eine Farce (für Tokyo Hotel Fans: eine Farce ist etwas wenn es besonders absurd und unglaubwürdig ist also wie der EMA für TH, alles klar?) und einfach nur lächerlich". Metallica würden TH live sowas von an die Wand bomben, dass deren Fans sie von selbiger mit einer Spachtel wieder abkratzen müssten (was sie zweifellos auch tun würden). Allerdings kann ich im Falle von Tokyo Hotel noch nachvollziehen, wie die so ein Voting gewinnen können. 1000ende von 15 Jährigen, die den ganzen Tag nichts zu tun haben ausser in den Ferien, die jetzt erst in der BRD waren, wie blöde auf den MTV Seiten zu voten. Der durchschnittliche Metallica Fan, mit einem Job und vielleicht selber schon Kindern, hat einfach andere Sachen zu tun und interessiert sich in der Regel eh nicht für die Pisse auf MTV.
Und wie fanatisch die Fans von solchen Bands sind, wissen wir seit den New Kids on the Block, die hätten auch jedes Voting gegen Metallica gewinnen können obwohl die damals nicht minder bescheiden waren und wenigstens tun Tokyo Hotel noch so als ob die Sachen selber schreiben und spielen würden (ich kenne Gitarristen die angerufen werden wenn solche Bands den shice im Studio nicht sauber genug einspielen).

Und schon sind wir wieder bei Manipulation und Trickserei, denn bei Britney Spears kann ich es irgendwie nicht glauben, dass die die zwei EMAs durch voting von Fans bekommen hat, oder? Ich weiss es nicht, aber es ist nur schwer Vorstellbar. Vorstellbar, dass er locker übers voting hinein gekommen ist, hingegen, ist das bei einem anderen Herrn, der dann auch ausgezeichnet wurde.

Gut ich weiss nicht in wie weit hier beschissen wird, bei den US Awards darf man ja noch nicht mal voten und das im selbsternannten Mutterland der Demokratie und trotz Obama tsts.
Egal, was ich aber sicher weiss ist, das wieder mal nur acts mit Major Label im Rücken was gerissen haben bzw. nominiert sind, und da kann ich mich den Worten Ranickis nur anschließen, das ist widerlich.

Hach, es ist schön sich selbst zu feiern und das Geld der Leute zu verpulvern die 16Euro irgendwas für eine CD bezahlen, und wenn man genug Geld hat, kann man sich sogar selber rein kaufen in den ganzen Zirkus. Mit ein bisschen mehr als 3-4k Alben Pro Woche sind sie dabei, in den Top Ten und diese Praxis kann ich selber bestätigen, das ist fast schon gängig, dass ein Herr Bohlen die eigenen Platten kaufen lässt um seine Pseudostars auf obere Chartpositionen zu schieben, die Radiosender und MTV ziehen nach und damit geht der Verkauf dann erst richtig los, denn man verdient ja auch an der heavy Rotation nicht zuletzt über die Gema Gebühren.

Auf jeden Fall sollte man Musik nicht Leuten überlassen die nicht die Musik sondern nur die Kohle in den Vordergrund stellen, ganz besonders bei Rockmusik ist das immer sehr schlecht.

Aber vielleicht sollten wir das einfach wieder im Ring klären, die einzige gute Idee der letzten Jahre von MTV! Lasst sie um die Heavy Rotation kämpfen, dann kommen so Weichflöten wie Tokyo Hotel höchstens als Futter für diese Gentlemen in Frage ;)



schönes WE der Chefrocker

Montag, 3. November 2008

Kritikfähigkeit

So der Urlaub ist vorbei und deswegen gehts heute wieder munter weiter.

Der Duden sagt uns über Kritikfähigkeit folgendes:
Kritikfähigkeit ist die Fähigkeit und Bereitschaft,
sachlich und situationsgemäß Kritik zu äußern und
anzunehmen sowie das spätere verhalten darauf
abzustimmen.
Beispiele:

Der Schüler/Die Schülerin kritisiert die
Vorgehensweise oder das Verhalten anderer.

Der Schüler/Die Schülerin ändert seine
Verhaltensweise entsprechend der geäußerten Kritik
Konfliktfähigkeit

Es geht also im weitesten Sinne um soziale Kompetenz aber bleiben wir mal bei der Kritikfähigkeit, bei der meistens das passive sich der Kritik aussetzten gemeint ist.
Doch was hat das mit Rockmusik zu tun? Nun ja, jeder der sich in diesem Metier bewegt sollte sich drei Dinge aneignen ...

1. Ein dickes Fell um Kritik ertragen zu können ... aber das ist eh klar. Beispiele gefällig?

"Wie zu erwarten war, gehen IF mit diesem Album auf Nummer Sicher und versuchen, so ziemlich jeder Publikumsschicht in den Allerwertesten zu kriechen. Den Fans des Göteborg-Stils wird mit Alibi-Riffs das Maul gestopft, während die Anhänger diverser amerikanischer Sounds ein wenig pseudomodernes, null originelles Zeugs vorgesetzt bekommen. Fridén kann zudem immer noch nicht richtig singen und klingt von Album zu Album auch in puncto Extremvocals austauschbarer."

...klingt nicht wirklich nach den zur Zeit in der Szene so vergötterten In Flames, oder? wurde aber von den gleichen Leuten geschrieben, die sie Jahre später in den Himmel gehoben haben. (übrigens wurde hier die "A sense of Purpose" besprochen)

2. Kritik annehmen können

klingt erst mal wie ein Widerspruch, man soll Kritik nicht an sich ran lassen, aber sie trotzdem annehmen? Nun, dazu ist zu unterscheiden zwischen berechtigter und unberechtigter Kritik. Auch eigentlich klar ... Friden kann mittlerweile singen und stopft eher seinen früheren Kritikern das Maul nicht zuletzt weil er sich wohl ein paar der Kritiken zu Herzen genommen hat uns sich ein paar Gesangsstunden gegönnt hat. Und egal für wie gut man sich hält, es gibt immer was zu verbessern. Und wer Punkt 2 nicht kann, kann sich auch nicht weiterentwickeln.

So gesehen ist eine gute Balance zwischen Punkt 1 und 2 notwendig um sich weiter zu entwickeln, besser zu werden, und trotzdem selbstbewusst auftreten zu können.

Was aber, ist Punkt 3?

Ganz einfach, etwas, was ich bei vielen Bands in letzter Zeit etwas vermisse, die Fähigkeit deutlich eine Meinung zu äussern und zu vertreten, ja ich weiss jetzt werden viele schreien, aber die Ärzte und Rage Against the machine und blah ... tja aber die Jungs sind alle weit jenseits der 30, selbst die White stripes (und bitte nicht immer nur seven nation army als Beispiel nehmen, wie wärs mit "You Don't Know What Love Is" eine passendere Beschreibung für George Bush fällt mir nicht ein) .
Ich habe in letzter Zeit weit zu wenig junge Bands getroffen, die das Maul aufreissen und ich finde das schade. Selbst ein scheinbar künstlerisch poetisch verträumter Matt Bellamy, wählt in seinem Soldiers Poem sehr deutliche Worte, wohingegen junge Rockmusiker dieses Feld sogar eher dem Hip Hop überlassen und sich, mit Ausnahme vom Hardcore, und hier und da ein paar wenigen Metal-Combos völlig aus der Realität zurück ziehen. Warum nehmen sich Bands wie Kill Hannah oder The BossHoss politische Theman immer nur am Rande vor und wenn dann so herzlos nach dem Motto "hmmm wir brauchen neben den 5 Schnulzen noch einen politischen Songs, aber bitte nur nicht zu konkret werden"? Wenn ihr nichts zu sagen habt, dann könnt ihr doch gleich die Klappe halten.

Nein, wollen wir mal nicht ganz so böse sein, Rockmusik ist im Großen und Ganzen Gott sei dank noch nicht auf dem Niveau einer von Disney hochgezüchteten Barbie Hooker namens Miley Cyrus angekommen.
Aber ich freue mich über jede Band die nicht nur zwischen 1 und 2 jongliert, sondern auch von der eigenen Redefreiheit gebrauch macht.

und es gibt sie ja doch noch, so einzelne junge Bands die das Maul aufreissen ...



einen guten Start in die Woche,

der Chefrocker

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Ich bin ein Star bringt mir ein Gebüsch

"Bring me a shrubbery" forderten einst die "Knights who say ni" im Monty Phython Klassiker "Monty Python and the holy grail". Nur um kurz darauf ihre Forderungen zu erweitern, zu den Aufgaben gehörten unter anderem auch die Größte Eiche im Wald mittels eines Herings zu fällen, König Arthus dachte sich bestimmt ihn tritt ein Pferd bzw. eine Kokosnuss, als er diese Forderung hörte.

So müssen sich dieser Tage auch so manche Veranstalter fühlen, wenn sie die Cateringlisten der Stars und Möchtegernstars zu gesicht bekommen.
"Catering Liste" heisst das Zauberwort und wenn man über selbige spricht, kommt man an Fritz Rau wohl nicht vorbei, der diese Dinger laut einer Legende, nach einem Zwischenfall auf einem Konzert erfunden hat. Janis Joplin weigerte sich einst nach zwei Flaschen Tequila auf die Bühne zu gehen, wenn er nicht noch eine Flasche von diesem Zeug ran schafft. Es war aber leider keine mehr da und nur durch die beherzte Drohung von Fritz, er würde den Leuten das Geld zurück zahlen, wenn sie nicht spielt, einigte man sich dann darauf, dass es eine Flasche Whiskey auch tun würde.
Seither erfragte Fritz, der wohl Deutschlands größte Veranstalterlegende ist, die Wünsche seiner Gäste im Vorraus und erfand damit die Cateringliste!


Sie reichen von Wahnsinnig bishin zu bescheiden und sind ein gut gehütetes Geheimniss der Veranstalter, aber wie immer sickert sowas dann doch durch.
Es gibt da z.B. einen Van Halen der seinerzeit mehrere Kristallschüsseln voll mit M&Ms verlangte, wobei darunter bitte keine braunen sein sollten, was natürlich heisst, dass die irgendein Hivi per Hand vorher aussortieren muss.

Es gab und gibt immer noch viele solcher Exzesse, ich persönlich habe Cateringlisten von Bands gelesen, die kein Mensch kennt (also die Bands), die aber länger waren als deren Tech Rider und das nur, weil sie auf irgendeinem Label gesigned waren. Und meine Erfahrungen decken sich auch in etwa mit denen von Fritz. Die ganz Großen sind meistens gar nicht so stressig, aber diejenigen unter den Großen, die Sonderwünsche haben, haben dann auch gewaltige oder gewaltig skurille Sonderwünsche (ich sag nur Unterhosen).
Metallica haben z.B. auch immer ewig lange Listen. Die hier nebendran ist nur ein Auszug, des Teils für den dressing room, der Gesamtkatalog für Catering inklusive Mittagessen und blah ist ca 50 Seiten und nein da ist der Techrider und sonstige Vereinbarungen noch nicht mit drin!!! Die Ausgaben von verschiedensten Musikmagazinen in denen diese Listen veröffentlicht werden sind immer unter den meistgekauften, gossip sells.
Ich weiss es nicht mehr auswendig, was an Kuriositäten drauf war, aber der Gesamtwert eines Ozzy Osbourne Einkaufszettels z.B. belief sich auf fast 10000$, damit machen andere Leute ein komplettes Metalalbum. Und was sollen solche Sachen wie 3 rohe Eier (bei Metallica auf der Liste) , oder Minigolf spielen im Backstageraum (ja sowas will z.B. der Iron Maiden Bruce), seriously WTF?

Gut, manchmal ist es verständlich, wenn seltsames verlangt wird, wenn z.B. ein Jüdischer Gitarrist etwas Kosheres Essen will (davon gibt es mehr als ihr denkt ... Bob Dylan, Gene Simmons, Michael Balzary a.k.a. Flea, wie überhaupt die gesamten Chilli Peppers oder Lou Red etc. etc.) oder die seltsam anmutenden Listen eines Curt Cobain, auf denen immer nur draufstand was er alles nicht isst. Das kam aber daher, dass der Gute an einem Reizdarm litt und deshalb vieles laut seiner Ärzte nicht Essen durfte. Es kam regelmässig zum Eklat, wenn diese Liste nicht eingehalten wurde und Courtney sich den Caterer zur Brust nahm.

Klar ist nur, dass es hierbei ,wie überall, diejenigen gibt die bei sowas immer über die Stränge schlagen müssen. Wie z.B. eine bestimmte Band aus dem Ruhrgebiet die kaum einer kannte und schon verlangten sie auf einer 3 Seiten langen Gesamtliste unter anderem sechs Flaschen einer bestimmten Marke Wasser. Und wehe der Veranstalter hatte Stress damit, das besagte Wasser auch zu besorgen, weil es in Bayern nunmal nicht verkauft wird. Da wird dann stundenlang verhandelt ob man ein anderes nehmen darf und am Ende wird es doch nicht getrunken sondern nur zum Gurgeln verwendet. Die Vermutung liegt nahe, dass es bei solchen Sachen nur um den Schwanzvergleich geht und um die Tatsache mal nach zu gucken, ob der Veranstalter auch liest, was man ihm da schickt.

So endet mein Eintrag für heute mit einem Aufruf.

Liebe Bands, die ihr solche Forderungen stellt. Die meisten Veranstalter, die das richtig machen, kümmern sich um euch (ich wurde oft angerufen, ob es bei uns Vegetarier gibt etc. etc.), auch ohne, dass ihr das große Arschloch raushängen lassen müsst, ausserdem müsst ihr ja nicht spielen, wenn ihr nicht auf euer geliebtes von Jungfrauen direkt an der Quelle geschöptes durch Seide gesiebtes Wasser verzichten wollt. Dann solltet ihr noch mal eben darüber nachdenken ob ihr nicht lieber doch nichtnutziger Schmarotzer der Medienlandschaft werdet, wie z.B. Naddel oder so. Musiker, ist in so einem Fall dann eher nichts für euch, da muss man auch mal verzichten und improvisieren können.
Ausserdem ist es viel wichtiger eine gute show zu spielen anstatt den Veranstalter in den Wahnsinn zu treiben, dann wird man auch eher wieder eingeladen, gell.
Wenn ihr natürlich Metallica heisst, dann könnt ihr euch sowas ab und an mal rauslassen, aber die waren bestimmt auch 20 Jahre ohne diesen Scheiß unterwegs und nochmal zur Erinnerung, ein David Bowie kommt mit "klimaanlage abdrehen ein paar Früchte und irgend einen Tee" klar, nehmt euch daran mal ein Beispiel!


Liebe Veranstalter, die ihr immer übersparsam seid und niemandem etwas gönnt und verständlicherweise auf den Break even kommen wollt. Auch Musiker sprechen untereinander und die Qualität eurer Veranstaltungen, spricht sich auch rum. Kümmert euch um eure Musiker/Künstler, denn wenn sie sich wohlfühlen, spielen sie bessere Shows, bessere shows heisst mehr Publikum, heisst mehr Geld. Eine Schale Früchte und ein kaltes Bier kann also durchaus eine Investition sein. Es gibt Läden in denen haben sehr bekannte Musiker fast für Lau gespielt und die Bude voll gemacht, nur weil sie sich mit den Veranstaltern gut verstanden haben, wie glaubt ihr nicht? Es gab zu Nürnberg mal einen Laden,der war so klein, dass kaum 40 Leute rein passten, dort spielten einst die Fantastischen 4 vor ziemlich genau 40 Leuten, mehr gingen ja nicht rein. Jahre später, drüben im Stadion, erwähnte Thomas D diesen Laden und die nächsten 15 shows dort waren ausverkauft, mittlerweile ist der Laden umgezogen in eine etwas größere Location. Es lohnt sich also, trotz beschränkter Mittel, nett zu den Bands zu sein und ihnen zu helfen, möglichst gut ihren Job zu machen, dazu gehört nunmal auch gutes Essen und ein bisschen Treibstoff.

Wen sowas interessiert, der kann sich hier den Overkill an Bandrequirements geben!


Es lohnt sich manchmal meine Einträge bis zum Ende zu lesen ;)


der Chefrocker!

Montag, 13. Oktober 2008

Lyrics in Rock - how to?

Lyrics sind mitunter auch Stiefkinder der modernen Rockmusik, selbst wenn man Musiker fragt ist (mal von Sängern abgesehen) den meisten Menschen der Text eher Wurscht, zumindest wenn man sich in einem nicht englischsprachigen Land aufhält. Umgekehrt ist es den meisten Amis aber auch völlig Wurscht was Rammstein da eigentlich singen. Zugegeben, ja ... es muss schön klingen und daher sind auch mal Kunstgriffe erlaubt. In deutschen Liedern kennt man das ja auch zusamm` und Verstand reimen sich auch nur bedingt, gell Herr Naidoooo, den ich auch gerne "Mr. ich kann gar nicht so schnell abdrehen wie ich das nicht hören will" nenne. Aber egal, es gibt sie ja auch noch, die Spezies von Mensch, die sich tatsächlich die Mühe macht mal Lyrics zu lesen z.B. ich (ein paar Freunde von mir sicherlich auch, aber selbst unter denen gibts sogar Gitarristen oder Drummer die sagen ... mir wurscht Hauptsache es klingt gut).

Doch was man da oft erlebt, wenn man mal die literarirsche Seite von Songs betrachtet geht von anbetungswürdig bishin zu unterirdisch bishin zu hä???

Zur Kategorie hä, das sind immer solche Texte, die versuchen als Kunst durch zu gehen und das auch bisweilen mit Bravour tun. Warum muss ich gerade an Bush denken? Vielleicht weil bei dieser Band alles vertreten ist an textlicher Varianz.

Um die Frage nach einem guten Text beantworten zu können, sollte man sich immer erst mal fragen, was soll ein Text tun?

1. Die Stimme und Stimmung des Gesangs transportieren
(für alle Leute die inhaltlich nicht auf Texte hören, das ist es was mit "solang des gut klingt" gemeint ist)
Dabei ist auf so Zeug wie, saubere Reime, gutes Schema und gute Silbenaufteilung zu achten, nein es ist nicht cool ein Wort auf sich selbst zu reimen, Herr Kid Rock (ich konnt´s mir nicht verkneifen). Die Art, wie etwas gesungen wird ist natürlich auch entscheidend hier, aber das ist immer sehr individuell und würde hier zu weit führen.


2. Bilder erzeugen, die möglichst die Stimmung unterstreichen oder eben genau dadurch, dass sie es nicht tun einen zusätzlichen Faktor wie Ironie oder Zynismus ins Spiel bringen (das ist allerdings dann schon die hohe Schule)

ihr kennt das Beispiel, wenn man das Wort Krokodil schreibt, oder liest oder hört, dann denkt jeder and das grüne Vieh und nicht an die Buschstabenfolge K-r-o usw. das heisst die Menschen denken immer in Bildern und dieses gilt es zu füttern. Wenn ich es kann, kann ich auch über einen eher schnulzigen Song einen brutal zynischen Text drüberziehen ...

"You are one of god's mistakes
You crying, tragic waste of skin
I'm well aware of how it aches"

könnte auch von Slipknot sein und ...

"Running out of ways to run
I can't see, I can't be
Over and over and under my skin
All this attention is doing me in!"

könnte auch von Björk sein ... könnte auch von blah sein etc. Was ich damit sagen will ist, das inhaltlich die Stimmung nicht immer unbedingt auf den Song passen muss, wenn man es gut transportieren kann ist die Diskrepanz durchaus interessant. Die Bilder sollten aber trotzdem stark sein.

Man kann sich auch als Beisiel Bands wie die Deftones heranziehen, die bisweilen nur mit Bildern arbeiten.

3. Wenn man die ersten beiden Punkte gemeistert hat, dann kommt der harte Teil, ich nenne das jetzt einfach mal "Identifikation" weil ich nicht weiss wie ich es sonst nennen soll.

Was ist damit gemeint? Stellt euch vor ihr steht auf einem In Flames Konzert und Anders würde (inhaltlich versteht sich) nur über vergebene Liebesmüh heulen, in allerfeinster 3doors down Manier.

Das würde nicht passen, egal wie hart er das Zeug über den Bühnenrand shoutet, ja klar, er kann auch mal einen Text über Liebesmüh´ schreiben, aber ich glaube ihr wisst was ich meine oder? ;)

Und was dann noch immer gut kommt ist wenn man das eigene image der Band mit den Lyrics unterstreicht, denn Lyrics, wenn auch viele oft nicht darauf hören sind ein sehr guter image Erzeuger oder woher kommt die politische Attitüde von Rage against the machine, oder das Aggrochaoten image von Slipknot oder das etwas verschmitzte dreckige grinsehardrockimage von AC/DC, sowas kommt eben doch zum großen Teil von "Highway to Hell" als Parodie auf "Stairway to heaven".

Sehr gut eignen sich auch für sowas z.B. Sprichwörter die jeder kennt und mit denen man sich leicht identifizieren kann oder Genretypische Inhalte (Dimmu Borgir singt eben von Tod und Blut und was weiss ich was)


4. Und wenn ihr das alles hinbekommen habt und noch Spielraum ist, schadet es natürlich auch nicht, wenn die Texte Singbar sind und ich rede von 3,1 Promille singbar. Bei Popsongs z.B. ist das das erste und wichtigste Kriterium, bei Rock würde ich das nicht unbedingt unterschreiben, klar gibts das auch hier "Fuck you i won´t do what you tell me!" Enthält neben einer starken Aussage auch nur Wörter die selbst jemand mit Grundschulenglisch im Halbdelirium noch grade rausbrüllen kann, genauso, wie "Let freedom ring with a shotgun blast" aber es geht auch anders, besonders im Rock ...

"He doesnt look a thing like Jesus
But he talks like a gentleman
Like you imagined
When you were young"

Reimt sich nicht die Bohne ist unregelmässig wie Sau, aber wer denkt das lässt sich nicht so singen, dass man den Song sofort im Ohr hat und der auch drin bleibt, hat noch nie when you were young von den Killers gehört.

Roll the windows down
This cool night air is curious
Let the whole world look in
Who cares who sees anything
I'm your passenger
I'm your passenger

ist auch nicht gerade ein Musterbeispiel für einen Eingängigen Chorus, aber wer Leute wie Chino Moreno oder Maynard James Keenan kennt, der weiss das sowas auch geil singbar ist.



Wobei wir endlich beim Kern der Sache angelangt sind, ohne fähigen Sänger und gute Musik, die sich um den Gesang formt, ist der beste Text der Welt nichts Wert! Trotzdem würde ich mich freuen, wenn sich in Sachen Lyrics öfter mal Qualität durchsetzten würde. Wie immer sind all diese Punkte diskutierbar und sollen nur als Anregung dienen, aber "heyyyyyyy heyyyiii baby uh ah" ist definitiv kein guter Text und das würde ich auch mit der Waffe in der Hand unterstreichen.

Einen guten Start in die Woche,

euer Chefrocker

Dienstag, 7. Oktober 2008

5 moments in Rock

Heute mal zur Abwechslung eine Liste von mir, über die ihr nach Herzenslust herfallen dürft... 5 moments in Rock bei denen ich zu gerne Anwesend gewesen wäre ...

5. Monterey Pop Festival 67



don´t try this at home kids und ich glaube, der Herr Hendrix war auch nimmer ganz nüchtern ...


4. Queen (+ Bowie) mit "under pressure" 86 Wembley Stadion

dafür würde ich über Leichen gehen, die haben das nie zusammen performed, die beiden Idioten, das hier ist ein Zusammenschnitt ...



und ich glaube David Bowie ist wirklich der einzige Mensch, der in einem mintfarbenen Anzug nicht aussieht wie ein völliger Trottel. Aber der Song ist für die Ewigkeit und mal abgesehen von der Schändung durch Vanilla Ice, haben das auch neuerdings Bands wie "Kill Hannah", "my chemical romance" oder "the used" wieder entdeckt.

3. Monsters Of Rock - Moscow 91' - 17. August(E.S.T ,Pantera, Black Crowes, Metallica, ACDC)

half a million people can´t be wrong!!!



so groß wie Woodstock und meiner Meinung nach sogar noch so viel wichtiger, einer der größten, bewegensten und zugleich tragischsten Momente der Rockgeschichte. Ich war mal auf einem Monsters of Rock aber das hier, das war mit Sicherheit eines der größten und dramatischsten Konzerte der Geschichte, wenn nicht sogar das größte und dramatischste. 1991 gab es am 17. August noch die Sowjetunion im Dezember, nicht mehr. Ich habe keine Ahnung, wer dieses Ding organisiert hat und welche höllische Leistung diese Leute vollbracht haben müssen, einer bröckelnden Sowjetführung so ein Megaevent unter zu jubeln, aber man kann sie nur dazu beglückwünschen, auch, wenn es für einige Anwesende sogar tödlich endete.


2. Rock in Rio 2001 - und ich rede auch von dem in Rio!!!

Rock in Rio ist eine legendäre Konzertreiche die ähnlich unregelmässig stattfindet, wie Monsters of Rock mit wechselnden Acts und Orten und es gibt dieses Trademark auch in z.B. Madrid. Aber die dicksten Events aus dieser Serie waren nunmal auch in Rio und dort wird auch ein Weltrekord gehalten ... im Maracanã-Stadion waren bei der zweiten Ausgabe dieses Events 195.000 Zuschauer ... ja, in einem Stadion. Auch wenn dort bisweilen richtige Popacts auftreten, was ich eher nicht so toll finde, wer wäre nicht gern bei solchen Momenten anwesend.




1. 1993 wäre ich gerne mal in New York vorbei gefahren ...



ich weiss, aber das ist was persönliches, wie oft hat man die Chance bei den Aufnahmen zu einem der größten live Alben ever dabei zu sein, und dazu noch in einem so exklusiven Rahmen?

What are your top 5?

Montag, 6. Oktober 2008

Der Arschlochfaktor

heisst ein Buch von Robert I. Sutton, dass ich durchaus für lesenswert halte aber zunächst mal mit Musik wenig zu tun hat. Doch es gibt sie, auch in der Musik und in der Rockmusik. Wir alle kennen Dieter und nein, ich finde das nicht lustig wenn er die Kandidaten für sein Geldscheffel Kasperletheater beschimpft und möglichst Medienwirksam mit ausgefallenen Sprüchen denen, die er für nicht talentiert genug hält den letzten Rest Spass am Musikmachen nimmt. Sicher sind Leute dabei, die nicht aussehen wie es sich für anständige Stars gehört und die kein bisschen Singen können und ja ein ehrliches Wort von Zeit zu Zeit holt so manchen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, und das ist auch wichtig und das wird von mir auch jeder bekommen, der fragt (manchmal auch ungefragt, wenn´s sein muss). Trotzdem sind die Geschmäcker verschieden und Stimmen, die selbst ein Gesangslehrer für pathologisch und unheilbar halten würde haben Weltruhm errungen. Brian Molko, würde überall aus solchen shows rausfliegen weil er zu nasal singt, von vielen Rock und Metalstars fangen wir mal gar nicht an und selbst Leute mit einer poppigeren Attitüde man denke z.B. einen Jan Delay oder noch poppiger Joe Cocker hätten keine Chance.

Ja ich gestehe ich habe auch schon mal einen Veranstalter angeschrien, weil der meinen Techniker angemault hat für etwas, wo der nichts dafür konnte. Aber es ist eh soviel Druck im Musikbusiness und ich finde man sollte insgesamt wieder auf ein normaleres Level zurück finden.

Auch wenn ich weiss ich klinge wie der alte Onkel, wenn ich sowas predige, aber eine paar der wichtigen Regeln für angehende Mitmusiker sind eigentlich sehr einfach...

1. Biedere dich nicht an. (und das stammt jetzt nicht von mir) Was du tust ist Kunst und soll das auch so bleiben und in der Kunst funktioniert sowas nie. (das habe ich von einem wirklich bekannten Künstler)

2. Mache niemals andere runter oder zieh sie mit irgendetwas auf, was schiefgelaufen ist. Das kommt zurück glaub mir! Karma is a bitch! Als ich noch sehr viel mehr live gespielt habe, haben wir öfter mal vor sehr bekannten Bands gespielt aber es gab da mal eine, die haben sich wirklich daneben benommen und deshalb erwähne ich sie hier nicht mal und wenn das Gespräch auf diese Band kommt, halte ich auch meine Fresse. Ich mache sie also nicht runter aber gebe ihnen auch das nicht, was sich Bands und Musiker am meisten wünschen, nämlich Aufmerksamkeit.

3. Sei dir immer im klaren, dass du polarisieren wirst, sobald du irgend etwas produzierst und in die Öffentlichkeit damit gehst. Was du hier tun kannst ist dir ein verdammt dickes Fell zu zu legen, damit du nicht den Veranstalter anschreien musst nur um dann dann hinterher zu Kreuze kriechen. Das hilft immer.

4. Sei immer bereit an dir selber zu arbeiten, Neues an zu fangen, fahr dich nicht fest und bleib dabei trotzdem du selbst.
5. und das ist wohl das schwierigste, sei Selbstbewußt aber kein Arschloch. Ich weiss, das ist gerade für Junge Bands nach den ersten Achtungserfolgen nicht leicht. Und ich könnte von mir nicht behaupten, dass ich in dieser Hinsicht immer ein glänzendes Beispiel war, obwohl ich glaube ich war bei weitem auch nicht der Schlimmste ;) . Aber viele Songs für die Ewigkeit, wurden von Leuten geschrieben, die man nie selbst auf einer Bühne sehen wird, Songs von Simon and Garfunkel oder Whitney Houston wurden z.B. von einem relativ unbekanntem Albert Hammond geschrieben. Von vielen weiss man sowas auch überhaupt nicht, da sie aus der Feder von total unbekannten Leuten stammen, die für Geld sogar die Urheberrechte abtreten, bevor der Song jemals veröffentlicht wird. Und ich weiss, dass von einem verlangt wird auf der Bühne etwas dar zu stellen, dass man oftmals nicht ist und den großen Zampano zu geben und auf der anderen Seite soll man aber locker bleiben. Andererseits wenn der Spagat zu groß wird, dann sollte man es auch lassen können, wobei wir wieder bei Punkt 4 wären.

Warum dieser langweilige klugscheißende Schullehrer Eintrag heute? Weil ich den Eindruck hatte, den kann jemand, den ich kenne, zum Wochenstart ganz gut brauchen.

Für alle anderen gilt, raus mit dem Arschlochfaktor aus der Musik, der hat da nichts verloren oder würdest du mit oder für so jemanden Arbeiten wollen?

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Scheiß Severhickups

Ich hatte für heute einen Rieseneintrag zum Thema Guitarriffs, den gerade der Server gefressen hat, ich habe keine Ahnung wieso dieses Ding in den Entwürfen nur noch in Einzelteilen drin steckt ... die Technik hasst mich heute, ich geh nach Hause, schönes Wochenende erinnert mich nächste Woche an "tritones" bis die Tage der Chefrocker.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Youporn für Musiker?

Angefeuert von einer Heise Meldung (mal wieder, ich sollte wohl wieder mehr Metal Hammer lesen, obwohl da heute auch keine Knaller Meldungen waren) habe ich mir mal ein neues Portal angesehen, dass sich laut Meldung eine europäische Genehmigung für alle Emi (eins der großen vier Labels) Titel besorgt hat.
Es handelt sich dabei um Roccatune.

Was soll man sich nun darunter vorstellen? Na im Grunde genommen soll es wohl der bestbeladenste Mp3 Player der Welt werden, online versteht sich! Man stelle sich das ganze als eine riesige Jukebox vor, in der ich etliche playlists erstellen kann und beliebige Musik beliebig oft hören kann, zu unserer Diskussion von gestern kann ich da nur sagen, hier haben wir die Lösung dazu, wenn jemand keine Lust hat ein bestimmtes Album zu kaufen, dann kann er es sich (sofern ein Internetanschluß und Boxen oder Kopfhörer greifbar sind) hiermit trotzdem beliebig oft anhören. Wie schon im Titel erwähnt Youporn für Musiker.

Das Portal machte schonmal unter dem Namen Adtunes die Runde durchs Netz, musste den Namen aber wegen eines großen online mp3 Vertickers der mit I anfängt, ändern. Im Grunde genommen ist dieses Ding keine schlechte Idee, zumal es noch eine ganze Menge an zusätzlichen Features bieten soll und mit dem Produktkatalog der großen 4 Labels aufwarten kann.

Dabei frage ich mich natürlich unweigerlich, mit was sie die großen Labels bestochen haben, bzw. wie viel Geld da fließen soll, und wer dafür mit wem ins Bett steigt oder wahlweise seine Seele verkauft hat, aber das werden wir wohl nie erfahren.

Also ein werbefinanziertes Sozialising Network a la Facebook oder Myspace, mit Empfehlungssystem, Freundschaftstralala, dem ganzen üblichen StudiVZ generve und ganz wichtig, mit der Lizenz zum hören. Na da zieh dich mal warm an, myspace, mit deinen ständigen Gängeleien der User nur weil Song x oder y auf der Startseite ist, ich weiss, dass sich da gerade auch was tut aber na ja wir werden sehen.

Der Chefrocker mag zwar keine Socialising Networks aber 1,5 Mio. Songs, die ich mir schön in playlists werfen kann ... na ja .... vielleicht kann ich auch noch eigene Sachen einbinden ... und überhaupt kann man den socialising Teil ja weglassen und wenn Gretchen Müller meint sie müsste mich unbedingt anschreiben, weil ich zufällig einen ähnlichen Musikgeschmack habe, ist mir das im Grunde genommen auch egal, ich muss ihr ja nicht sagen wie wurst mir das ist, es sei denn sie hätte mehr zu bieten.
Deswegen wollte ich das Ganze mal testen und habe mir einen account erstellt um euch von tollen Features und großartigen Suchfunktionen, Vorschlagssystem a la last fm usw. zu berichten nun ja ... anscheinend war ich da heute nicht der Einzige der sich da anmelden wollte, denn ich bin genau so weit gekommen ....


Ja, ich konnte mich zwar anmelden aber keiner der buttons auf dieser noch als beta ausgewiesenen Version funktionierte irgendwie. Da muss wohl noch ordentlich nachgebessert werden. Abgespielt hat das Ding dann auch folglicherweise mal gar nichts und irgendwelche Kataloge nach Musik durchforsten, war zumindest heute auch totale Fehlanzeige. Gut ich will mal nicht so sein und gleich ein vernichtends Urteil sprechen, ich denke ich versuche das die Tage nochmal und dann werden wir sehen ob ich mich dann durch die versprochenen 1,5 Mio Songs wühlen kann. Allerdings hat die Netzzeitung dann doch noch für einen guten Lacher gesorgt, als sie über Roccatunes schrieb "kein download möglich" Ach echt? Na ja dass man dem Benutzer nicht gerade einen downloadbutton anbietet war klar, sonst hätte Roccatunes die großen gierigen 4 nie dazu gebracht ihre Kataloge zur Verfügung zu stellen. Aber es wird dadurch auch wieder mal klar wie wenig Ahnung die Labeltonis vom Netz haben, denn was über meinen Rechner digital läuft, kann von meinem Rechner auch digital behalten werden und das ganz legal!

Ich sage nur Stationripper, bis zu 600 Stationen (accounts) gleichzeitig, mit Filterregeln für einzelne Songs etc. etc. und selbst wenn diese Dinger bei euch aus irgend einem Grund nicht funktionieren sollen, für youporn gabs auch Lösungen und sobald ihr damit online geht wirds dafür auch eine geben.
Und dann muss der Staatsanwalt mir nachweisen, dass ich das nicht mitgeschnitten habe, oder von einem Freund bekommen habe, der das mitgeschnitten hat, oder sehe ich ich das falsch oder hab irgendwas übsersehen?

Dienstag, 30. September 2008

Die Content Mafia und ihre Lakeien

So es ist wieder mal an der Zeit etwas los zu werden, das mir immer mehr auf der Seele brennt. Wer noch immer nicht den genialen Artikel von Demonbaby a.k.a Rob Sheridan gelesen hat, sollte das verdammt nochmal endlich tun, er ist lang, sehr lang, aber das must read für jeden der Musik mag, und das dürften, so denke ich, alle sein, die sich auf so einen blog wie meinen verirren.

Falls ich mich bei folgendem Eintrag in Rage schreibe (und er etwas lang wird) so bitte ich um Milde, auch für die explizite Sprachwahl, die sie in den nächsten Absätzen erwarten wird, denn ich bin Angesichts der Dreistigkeit mit der die Musikindustrie (oder generell die Unterhaltungsindustrie) dieser Tage in Deutschland vorgeht, mehr als nur etwas angesäuert!

Der Heise Artikel, der gestern die Runde machte und zu dem zur Stunde immer noch im Minutentakt die Kommentare einschlagen, hat deutlich gemacht wie weit diese Majorlabel Mafia (und ich nenne sie ganz bewusst so) geht. Sicherlich handelt es sich bei der Auslegung des Gesetztes, durch das Oldenburger Landgericht um einen Extremfall, denn hier reicht es schon aus, wenn man Tauschbörsennutzer ist. Das genügt um die Verbidungsdaten durch die Musiklobby erfragen zu lassen, somit stehen laut dieser Auslegung ca. 10 Mio Menschen in Deutschland schonmal unter Generalverdacht und ihre persönlichen Daten (plus Internetverbindungsdaten) können, von sagen wir mal Sony eingesehen werden.

Es gibt keine andere Industrie die ihre Kunden derart kriminalisiert, sie jagt und sie so sehr verachtet wie die Musikindustrie oder das erweiterte Konglomerat der Unterhaltungsindustrie.

Sie verbrennen Steuergelder mit dem Prozessen, die sie führen, hauen Millionen in Lobbyarbeit, damit auch jeder Politiker und Richter weiss, dass diese bösen Internetpiraten alle mit der Höchststrafe belegt werden müssen.

Die Justiz betätigt sich hier als Handlanger der paranoiden Musikindustrie (ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren ich betrachte hier mal die großen vier) und natürlich freut sich ein Stefan Michalk seines zeichens Geschäftsführer der Interessensvertretung der Musikindustrie (wir bräuchten solche "Interesssensvertreter" gar nicht, wie wir nachher noch sehen werden) oder ein Herr Alexander Skipis der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins (zuständig eher für Hörbücher, Bücher etc.) über so eine Auslegung eines Gerichts, den Abschreckung ist hier das Mittel der Wahl.
Die Internet Gemeinde ist jedoch immer schlauer und schneller und findet immer technische Wege die Barrieren zu brechen und sie sind dabei durchaus nicht die bösen "Abzocker", die dem Musiker die Butter aufs Brot nicht gönnen, das macht die Musikindustrie schon seit Jahren mit viel perfideren perfekteren Methoden (und dieser Artikel ist Pflicht für jeden Musikschaffenden und wer´s nicht glaub kann bei mir nachfragen ich kann euch noch ein paar solcher Beispiele aus Deutschland vorrechnen)

Aber was soll man tun? Wie kann ein Musikfreak die Bands unterstützen und etwas daran unternehmen, wie kann er verhindern, dass diese Lobby nicht mal davor zurückschreckt die Gesetzte zu ihren Gunsten zurechtbiegen zu und auslegen zu lassen.

Nun man könnte beten wie ein Kommentator des Heise Artikels:

Stirb langsam...
swiss_news (143 Beiträge seit 30.10.04)
... du verfluchte Musikindustrie, - die Du uns unsere Privatsphäre wegen ein paar lumpigen Dollarsdurchlöcherst,- die unsere Gerichte mit harmlosen Downloadern überlastet, statt die
richtige Wirtschaftskriminalität zu bekmäpfen - die durch ihre Justiz-Aktivitäten tausende von Steuer-Eurosvernichtet- die meint, sie könne es sich leisten, ihre eigenen Kunden zuverklagen
Stirb, du erbärmliche Industrie, die den Anschluss ans InternetZeitalter verpennt hat
und mittlerweile mehr Anwälte als Künstlerunterstützt.
Stirb ganz langsam, aber sicher, damit jeder Stellenabbau so richtigweh tut,
damit jeder Deiner profitgierigen Manager sieht,
dass dieRepression gegen potentielle Kunden nichts bringt.
Gewinne um GottesWillen nicht die Erkenntnis, dass man den Markt besiegt,
indem manBedürfnisse des Marktes befriedigt.
Denn das einzige was Du noch verdient hast, ist jämmerlich bankrott zu gehen.
ich sag dazu nur AMEN aber jetzt mal im Ernst sollte man auf die Schulhöfe gehen und den Kindern erklären, dass der Onkel, der ihnen die Tokio Hotel Cds verkauft sie hinterrücks Verbrecher nennt und ihren Bill bescheisst? Ja, warum nicht?

Ich glaube es ist immer noch zu wenigen Konsumenten klar, was auf dem Spiel steht, und deswegen konsumiere ich schon seit Jahren nach dem Prinzip, das auch Rob Sheridan als Lösung vorschlägt ...

1. Keine Musik von Major Labels kaufen!
Wenn ich sowas hören will kann ich das oft per stream im Netz oder über webradio, oder bei Freunden etc. ohne mich Strafbar zu machen und wenn ein Künstler sowas nicht anbietet, dann höre ich ihn eben nicht oder gucke mir die Videos auf Youtube an etc. etc. ich weiss das ist hart aber ich tue das wirklich, auch wenn ich bei manchen Sachen gerne das Artwork oder die Special edition etc. haben würde.

2. Künstler direkt unterstützen!

Das ist das einzige was etwas bringt und wenn eine Band, die du magst, bei einem Major ist, dann supporte sie anders, geh zu den Konzerten, kauf Shirts (obwohl da auch oft Zwischenhändler abkassieren), Starte eine Fansite etc. und besonders sollten die Künstler unterstützt werden, die sich gegen diese beidseitige gierige Ausbeutung stellen. Beispiele finden sich genug, Trent Reznor (auf dem Link gibts mal eben ein NIN Album umsonst ich fände es aber angebrachter wenn ihr wenigstens 5$ da lasst), viele der kleineren Bands, Radiohead, verdammt nochmal sogar Madonna weiss, was die Stunde geschlagen hat und diese Leute sollten wir besonders Unterstützen damit in Zukunft eine Cd 5$ kostet und nicht 18$ von denen dann nur Centbeträge bei den Kreativen ankommen.


3. Verbreitet dieses Wissen!
Ja, erzählt es jedem so wie ich auch nicht müde werde in jeder Musikdiskussion und immer wenn ich solche Beiträge wie den heutigen auf Heise lese, die Nachricht an dem Mann/Frau zu bringen. Auch die Kinder verstehen vielleicht, dass es unter Umständen mehr Sinn macht die Bravo zu kaufen, wo Bill auf dem Cover ist als die CD. Erklärt den Eltern wie ihre Kinder kriminalisiert werden und wie jemand der einen bittorrent client auf seinem Rechner hat Vorverurteilt wird, obwohl er sich damit vielleicht nur den neuesten WOW Patch völlig legal holt. Vergleiche sind einfach, wer ein Auto hat, könnte damit jemanden umfahren, gut der hinkt zwar ein bisschen aber im Grunde genommen ist es derselbe Käse. Also verbreitet diese Artikel erzählt sowas der Band des Kumpels, der vielleicht gerade von einem A&R das Blaue vom Himmel versprochen wird etc. etc.! GET THE MESSAGE OUT!

4. Werdet Politisch.
Unterstützt keine Politiker die es für normal halten einen Großteil der Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen und die Lobbyisten in den Hintern kriechen etc. etc. mir ist schon klar, dass es durchaus noch wichtigere politische Probleme als dieses gibt, aber wenn sich die Politik und die Justiz schon von der Labellobby so hinbiegen lassen, von wem dann noch?
Versucht creative common in die Köpfe der Menschen zu bringen!

Den Hals nicht voll zu bekommen ist die einzige kreative "Leistung"dieser Lobbyverbände dabei geht es auch ohne selbige http://www.jamendo.com/de/ z.B. stellt mal eben so 12000 Alben von Künstlern zur Verfügung, die sich lieber auf ihre Fans verlassen wollen, als auf ein System das Fans und Musiker ausbluten lässt und sich verzweifelt durch Lobbyarbeit an etwas krallt, was schon lange verloren ist.
Einen erfolgreichen Tag euch allen, der Chefrocker

folgende Mail ...

erreichte mich heute ...

In Ihrem Eintrag zur Balladenliste hat sich ein Fehler eingeschlichen... Platz 7: Die Band heißt Evanescence... Mag sein dass du mit Amy nix anfangen kannst, ich persönlich bin der Meinung, dass sie vollkommen zu Recht dieses Jahr den Songwriter Icon Award gewonnen hat... (Ich würde morden um einen Song wie Give unto me oder Breathe no more hinzukriegen)Geschmäcker sind verschieden, Meinungen auch, aber wenigstens über die Schreibweise der Band könnte man sich einig werden (soviel haben sie sich doch verdient) ;)


gut dann werden wir den Tippfehler ausbessern, ja korrekte Schreibweise hat auch eine Selbstdarstellerin wie Amy verdient, aber meine Meinung zu solchen Awards hat sich deswegen auch nicht geändert ;) auf welchem Label waren Evanescence gleich?

Danke trotzdem für den Hinweis und mir ist durchaus klar, dass die Geschmäcker verschieden sind.

Montag, 29. September 2008

Tr(Sl)ashtalk oder Zickenkrieg

Wir kennen das alle, wenn sich zwei Musiker zum ersten mal begegnen gibt es erstmal einen "Schwanzverlgeich", wer hat welches Konzert schon gesehen, wer kann was auf welchem Instrument etc. etc. Es wird bei den Lineups um Positionen gefeilscht und das mit oft harten Bandagen, die Bands wollen das Beste rausholen und sich beweisen. Das übliche "Wettrüsten" ist sowieso Pflicht, denn anstatt sich auf einen eigenen Sound zu konzentrieren und sowas wie einen Stil zu entwickeln halten viele Bands es immer noch für wichtiger, möglichst die fettesten Amps mit zu bringen und die teuersten Gitarren zu spielen.
Das mich jetzt bitte keiner falsch versteht, gutes Equipment ist wichtig und in Ordnung, und ja manches gute Stück kostet eben mal 2,50€ und es ist auch nichts falsches dran wenn ein guter Gitarrist eine teure Gitarren und einen guten Amp spielt.

Dennoch, habe ich bei manchen Bands so den Eindruck, dass der triple Rectifier hier nur rumsteht, um zu protzen.
Worauf ich hinaus will ist, ich frage mich ob es bei den "ganz großen Bands" auch so zu geht.
Man erinnere sich an die Meldung wonach sich ein gewisser Jonathan Davis von Korn 2007 beschwerte, weil Korn, vor einer ihm unbekannten Band spielen sollte. Die Band waren die Ärzte, sorry Jonathan, aber in Deutschland sind die mindestens genauso groß wie Korn.
Veranstalter haben damit sowieso ihre Liebe Not und die Fans sind sowieso immer anderer Meinung, von wegen wer wann wo warum spielen sollte. Ich würde nur wirklich gerne manchmal Mäuschen spielen, wenn sich die Typen Backstage begegnen und oberflächliche Nettigkeiten austauschen.
Vor allem aber würde ich gern Mäuschen spielen, wenn aus den Nettigkeiten manchmal kleinere und größere "Unnettigkeiten" werden.

Vor kurzem kam die Meldung, dass Guns n Roses jetzt endlich mal wieder einen Song rausbringen, nach den 2 Millarden Nachrichten über eine Reunion und der halben Ewigkeit, die sie schon an der Chinese Democracy "arbeiten". Nach zu lesen war das Ganze übrigens im Rolling Stones Magazine mit einem herrlich blöd guckenden gedreadlocktem Axl Rose garniert.

An der Single arbeiteten ausser Axl jedoch auch noch zwei Gitarristen und zwar Robin Finck (derzeit NIN und Guns n Roses, er ersetzt Slash) und Buckethead der auch mal Slash auf einer Tour ersetzt hat.

Jetzt stellen wir uns ein Festival vor auf dem Velvet Revolver (Slashs derzeitige Band) NIN und Guns n Roses spielen.
Und zwar in folgender Reihenfolge Velvet Revolver, NIN, Guns n Roses. Mal abgesehen davon das Scott Weiland leider nicht mehr bei Velvet Revolver singt, der würde nämlich Axl Rose warscheinlich sofort an die Gurgel gehen, stellen wir fest, da sind drei der exotischsten Gitarristen ever am Start.

Wie würde sowas ablaufen?

Buckethead: "Hey Slash, wir spielen heute nach euch haha!"
Slash: "Ja aber nur weil meine gefühlvollen Solos Guns n Roses da hin gebracht haben wo sie sind."
Buckethead:"ich kann sie dafür 5 mal so schnell spielen!"
Robin:"Ich auch und dazu brauch ich keinen Albernen Hut auf dem Kopf!"
Buckethead:"Slashs Zylinder ist ja wohl 100mal alberner als mein Eimer, der ist Trademark!"
Slash:"Dafür hat Robin ne blöde Frisur"
Buckethead:"Genau ausserdem hat er nicht mal nen Song bei Guitar Hero"

usw. usw.

ist das wirklich so? Wir werden es wohl nie erfahren es sei denn, man hat das Glück, das mal bei einer solchen Gelegenheit eine Kamera mitläuft, wo sie eigentlich nicht laufen sollte ;) oder jemand Blödsinn mit voller Absicht vor der Kamera macht ...




Und wen ihr zuviel Zeit habt dann guckt mal auf der Duröhre nach Videos wie Slash vs. Buckethead oder Buckethead vs. Hermann Lee etc. etc. Musiker lieben nunmal solche Vergleiche, der Chefrocker wünscht euch einen guten Start in die Woche.